um 1450

Vom Berg ins Tal
Die Herren von Hayn geben die Burg Lewenhain auf, verlegen ihren Wohnsitz ins Tal und begründen das Schloss in Ringethal. Wirtschaftsgebäude, die Fliehburg im Inselteich, Kirche und Mühle gibt es bereits.

Schloss-GESCHICHTE(n)
Von der Burg Lewenhain über den spätbarocken Ausbau, die Schule und den Dornröschenschlaf bis zur Wiedereröffnung 2026.
um 1450

Die Herren von Hayn geben die Burg Lewenhain auf, verlegen ihren Wohnsitz ins Tal und begründen das Schloss in Ringethal. Wirtschaftsgebäude, die Fliehburg im Inselteich, Kirche und Mühle gibt es bereits.
1742

Die Familie von Poigk baut das Gebäude zum spätbarocken Schloss aus – mit der Gestalt, die Ringethal bis heute prägt.
1789
Christoph Friedrich von Flemming übergibt das Schloss an die Freifrau von Racknitz. Erdmuthe Sophie von Flemming lebt heute als Figur bei Führungen weiter.
1839–1861
Johann Georg Aurich ist Gutsbesitzer des Rittergutes – 2025 besuchten seine Nachfahren das Schloss.
1861–1935
Mehr als sieben Jahrzehnte ist die Familie von Schroeter als Besitzerin verzeichnet.
1951–1996

Generationen von Ringethalern lernen hier. Das Klassenzimmer mit der alten Tafel ist bis heute erhalten. 1958 verkaufen die Eheleute Lindner das Schloss an die Stadt Mittweida.
1996–2016
Nach dem Ende der Schule steht das Haus leer. 2016 lässt die Stadt Dach und Dachstuhl komplett sanieren – zum Schutz vor dem Verfall.
2017

Nach einem überwältigenden Tag der offenen Tür gründet sich am 6. April im Rathaus Mittweida der Förderverein Schloss Ringethal e. V. Im selben Jahr feiert Ringethal 800 Jahre.
2021–2022
Die Schlosstreppe wird erneuert, 2022 folgt die handwerklich rekonstruierte Eingangstür.
2024

Zeitkapsel und Bauhebe in der Orangerie, die zum kulturellen Begegnungszentrum wird. Die Sichtachse vom Kirchhof zum Schloss ist wiederhergestellt.
2026

Am 5. Juli wird das teilsanierte Erdgeschoss mit über 400 Gästen eröffnet. Seitdem können die Räume für Feiern und Veranstaltungen gemietet werden.

Historische Figuren zum Tag des offenen Denkmals.
Menschen und Gebäude
Bei Führungen und zum Tag des offenen Denkmals begegnen Gäste Erdmuthe Sophie von Flemming, Baron von Schröter oder Gutsbesitzer Aurich – gespielt von Mitgliedern und Freunden des Vereins. 2025 kam sogar ein Ururur-Enkel des echten Johann Georg Aurich zum Osterspaziergang.
Einst stand im Schloss die kleinste Silbermannorgel. 2018 kam eine Kinoorgel als Dauerleihgabe des Lingnerschlosses Dresden – seitdem kann im Schloss wieder „georgelt“ werden.
Fotos, Zeugnisse, Briefe, Erinnerungen an die Schulzeit im Schloss – in welcher Form auch immer: Der Verein freut sich über jede Erweiterung der Sammlung und veröffentlicht sie mit Ihrer Genehmigung für alle.

Ihr Tag im Schloss
Kommen Sie zur Schlossbegehung mit Michael Kreskowsky – oder prüfen Sie gleich, ob Ihr Wunschtermin frei ist.